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| Sauberes Lötwerkzeug ist ein Muß. Reinigen Sie den Lötkolben regelmäßig. Mit einer verkrusteten Lötspitze können die Lötstellen nicht sauber werden, da Sie Schmutzbestandteile mitverarbeiten. Nutzen Sie einen Löt-Schwamm oder eine ähnliche Reinigungsmöglichkeit. Schleifpapier oder eine Feile sollten nicht eingesetzt werden. |
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| Um ein SMD-LED mit Lackdraht oder Kabel zu versehen, benötigen Sie zuerst eine solide Unterlage (z.B. ein Brettchen). Das SMD LED sollte zum Löten fixiert sein. Aufgrund der Bauteilgröße sind Zangen / Klemmzangen teils zu klobig. Es geht auch ein doppelseitiges Klebeband oder eine Klebeschicht aus einem Kleberoller vom Bürobedarf. (Achtung: hierbei können giftige Dämpfe entstehen wie grundsätzlich beim Löten) |
| Als erstes sollten Sie den Lackdraht oder das Kabel vorbereiten. Um ein Kabel abzuisolieren, nutzen Sie eine Abisolierzange oder einen Seitenschneider. Die Nutzung des Seitenschneiders erfordert viel Geschick, da hier die Gefahr des Abschneidens oder des Einschneidens der Drähte besteht. |
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Beim Lackdraht empfiehlt es sich, den Draht zwischen Unterlage und Lötkolben einzuklemmen und durchzuziehen. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis der Draht rundum vom Lack befreit wurde. Wenn Sie etwas Lot auf dem Lötkolben haben, können Sie beim Abisolieren des Lackdrahtes diesen auch gleich verzinnen. |
| Beim Kabel muß das Verzinnen separat erfolgen. Setzen Sie hierzu den Lötkolben an das abisolierte Kabel und führen Sie Lot zu. |
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Verwenden Sie auf keinen Fall eine offene Flamme (Feuerzeug usw.) um einen Lackdraht oder ein Kabel abzuisolieren. Der oder die Drähte werden dabei meist ausgeglüht und brechen in Folge dessen viel leichter ab. |
| Der Lötvorgang sollte immer schnell von statten gehen. Eine gute Lötstelle sollte nicht länger als eine Sekunde dauern. Im Lot ist Flussmittel enthalten, was in der ersten Sekunde nach dem Zuführen größtenteils verdampft. Nach kurzer Zeit ist daher das Lot nicht mehr ordentlich lötbar. |
| Die Temperatur ist ausschlaggebend für die Geschwindigkeit. Achten Sie auf die maximale Temperatur des Bauteils / LEDs. |
| Wenn Sie ein großes LED haben und eine geringe Löttemperatur nutzen, dauert es länger, bis der Lötkolben die Arbeitsfläche, die Sie verlöten wollen, erwärmt hat. Wichtig: Sie sollten das Bauelement nicht durchbraten! Ein wenig Übung ist nötig, um ein gutes Verhältnis von Lötzeit und Löttemperatur zu kennen. Je schneller Sie löten, desto heißer können Sie mit dem Lötkolben arbeiten. Die Löttemperatur sollte aber auch nicht zu hoch sein, da Sie sonst keine Zeit zum verlöten haben. Es empfiehlt sich je nach Bauteil eine Löttemperatur von 260 - 350°C. Bei nicht einstellbaren Lötkolben gehen Sie daher davon aus, dass der Kolben 350°C oder höher erreichen kann. |
| Nach dem Abisolieren und Verzinnen muß nun das LED vorbereitet werden. Setzen Sie den Lötkolben an das Bauelement an und führen Sie möglichst zeitgleich Lot zu. Verzinnen Sie so die Anschlussstellen des LEDs / Bauteiles. Hierbei gilt: viel hilft nicht viel. Bei zuviel Lot besteht die Gefahr, dass Sie einen Kontakt zischen den unterschiedlichen Anschlüssen des Bauteils erzeugen. Zuwenig sollte es aber auch nicht sein. Wenn Sie eine kleine Wölbung des Lotes erkennen können, haben Sie die richtige Menge gefunden. |
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Nach dem Verzinnen folgt das Verlöten. Da Sie bereits Lot auf dem Bauteil und auf dem Draht / Kabel haben, muß in der Regel kein weiteres Lot zugeführt werden. Setzen Sie den Draht auf die Anschlussstelle und führen Sie kurz Wärme mit dem Lötkolben zu. Je nach Größe der Lötstelle ist der Lötvorgang nach kurzer Zeit abgeschlossen. |
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Es folgt der nächste Draht / Kabel usw.![]() Fertig könnte das ganze dann so aussehen. |
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FAQ: Das Lot wird klumpig oder perlig und will nicht halten. Das Lot hat kein Flussmittel mehr. Nutzen Sie neues Lot oder Lötfett oder z.B. Löthonig usw. Die Lötstelle sah gut aus, aber der Draht löste sich samt Lötstelle. Der Spitzename des Problems ist "Kleben". Das Lot hatte keinen Halt auf dem Bauelement und wurde nur vom Flussmittel gehalten. Hierfür gibt es mehrere Ursachen. Das zu verlötende Bauteil ist oxidiert oder verschmutzt. Reinigen Sie die Lötfläche ggf. leicht anrauen mit der Lötspitze während des Lötvorganges. Das Bauteil hat sich verfärbt. Sie nutzen eine deutlich zu hohe Löttemperatur. Das Lot will keine Verbindung zwischen Bauteil und Draht eingehen. Eine Oxidation, Verschmutzng oder eine zu niedrige Temperatur können die Ursache sein. |
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Tipps: Für sehr kleine LEDs nutzen Sie Kleberoller aus dem Bürobedarf. Dieser kann eine Klebeschicht auf Ihrer Werkunterlage aufbringen, die sehr kleine LEDs ausreichend fixiert. Diese kurze Hilfe stellt Erfahrungswerte dar und ist nicht als Schulung oder Ähnliches zu verstehen. Im privaten Bereich kann so gearbeitet werden. Es entspricht aber nur zum Teil dem professionellen Löten. |